Veröffentlicht: 12.02.2018

Bitcoin Nachteile

Hat der Bitcoin Nachteile?

Damit wir Ihnen aufzeigen können, ob und welche Bitcoin Nachteile bestehen, befassen wir uns erstmal damit, was denn der Bitcoin genau ist. Der Bitcoin erfreut sich unter Anlegern einer besonders großen Beliebtheit und ist eine der meistdiskutierten Kryptowährungen am Markt.

Hierbei wurde die Idee für den Bitcoin bereits im Jahr 2008 entworfen. In einem Whitepaper wurde die Grundidee niedergeschrieben und veröffentlicht. Dabei gilt Satoshi Nakamoto als der Schöpfer der Währung. Insgesamt konnte die Währung ein phänomenales Wachstum verzeichnen, wobei der Markt insbesondere die Vorteile der Währung hervorhebt.

Hierbei wird grundsätzlich die Dezentralisierung, Anonymität, Schnelligkeit und Internationalität der Währung hervorgehoben. Zudem wird durch den Einsatz der Blockchain ein neues Maß an Sicherheit gewährleistet.

Laut der Informatik müssen Transaktionen die ACID-Eigenschaften erfüllen, wobei das „D“ im bisherigen Rückblick kaum realisiert werden konnte. Hierbei handelt es sich um den Bestandteil der Dauerhaftigkeit, welcher aufgrund der Widerrufbarkeit von Transaktionen nicht gegeben war.

Insbesondere eine Blockchain gewährleistet jedoch diese Voraussetzung, sodass sie vollkommener als vollkommenes Zahlungssystem gelten kann. Ziel dieses Blogbeitrags ist die Beleuchtung der Bitcoin Nachteile, welche fester Bestandteil der Währung sind.

Hierbei werden die Nachteile aufgezählt, analysiert und mit einem Fazit bewertet.

Bitcoin Nachteile unter den Aspekten der Akzeptanz

2017 kann als das Jahr des Bitcoins definiert werden, denn lag der Preis des Tokens zum Anfang 2017 noch bei rund 1000 US-Dollar, so konnte die Währung in der Spitze eine Marktkapitalisierung von 19.535,70 US-Dollar erreichen.

Somit konnte der Kurs sich fast verzwanzigfachten und die Währung somit die meisten anderen Finanzinstrumente übertreffen. Allerdings ist Bitcoin noch nicht so bekannt, dass jeder Bürger eine Idee von der Währung, geschweige denn von deren Funktionalität hat.

Des Weiteren wird für den Handel des Bitcoins ein Wallet benötigt, welches aufgrund der Anwendungsschwierigkeit nicht massentauglich ist. Zudem sollte berücksichtigt werden, dass eine Vielzahl der Bevölkerung sich mit der Akzeptanz von digitalen Zahlungsmitteln nur schwer anfreunden kann.

So ergab eine Studie von Destatis, dass in Deutschland rund 80,6 % der Zahlungen mittels Bargeld abgeschlossen werden. Hauptgrund für die geringe Akzeptanz ist das generelle Missvertrauen gegenüber Onlinediensten. Dies ist auch eine schlechte Voraussetzung für eine Akzeptanz durch eine breite Masse.

Positiven Ausblick bieten jedoch die Online-Unternehmen, welche vermehrt auf den Einsatz des Bitcoins als Zahlungsmittel setzen. Aktuell spielt Bitcoin im internationalen Zahlungsverkehr keine relevante Rolle.

Bitcoin Nachteile im Rahmen der Volatilität

Auch die Kursschwankungen des Bitcoins bringen sowohl Vorteile, als auch Nachteile mit sich. Aufgrund der Massenpsychologie ergibt sich jedoch ein eher konservatives Verhalten, denn der Mensch nimmt Verlust in der Regel stärker wahr als Gewinne.

Hierzu gehören teilweise Schwankungen von mehr als 30 % pro Tag. Solche Schwankungen sind im Rahmen klassischer Währungen eher selten, sodass hier die Skepsis der Masse sehr hoch ist.

Aussagekraft der Marktkapitalisierung

Die hohe Volatilität spiegelt sich auch in der Marktkapitalisierung wider. Hierbei muss jedoch bedacht werden, dass 2017 das Jahr des Bitcoins war. Am 18. Dezember konnte eine Marktkapitalisierung von rund 313 Milliarden US-Dollar realisiert werden.

Anfang Februar 2018 lag diese dann bei 145 Milliarden US-Dollar, sodass eine Halbierung vorlag. Für risikoaverse Investoren ist dies mitunter ein Grund die Währung nur zögerlich oder gar nicht zu akzeptieren.

Wird die Marktkapitalisierung in das Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt der Bundesrepublik Deutschland gesetzt, welches bei 3.263,35 Milliarden Euro lag, dann zeigt sich, dass die erreichte Marktkapitalisierung für eine Währung noch sehr gering ist. Somit lässt sich festhalten, dass die Liquidität der Währung für eine globale Währung einfach zu niedrig ist.

Unter Investoren gilt auch die Aussage „politische Börsen haben kurze Beine“, doch bei einer geringen Liquidität, kann eine negative Meldung eine große Auswirkung auf den aktuellen Kurs haben. Insbesondere Diebstähle oder Betrugsfälle im Rahmen von Bitcoin haben somit einen besonders großen Einfluss auf den aktuellen Kurs.

Bitcoin Nachteile aufgrund des politischen Einflusses

Zum aktuellen Zeitpunkt sind Kryptowährungen eine unliebsame Entwicklung für die Zentralbanken, sodass beispielsweise China Verbote für die Benutzung der Währung durchgesetzt hat. Zusätzlich war es bisher nicht möglich, ETFs zuzulassen, welche auf einem Krypto-Portfolio basieren.

Auch die zunehmende Reglementierung von Kryptowährungen im Allgemeinen ist nicht auszuschließen. Insbesondere Fälle, in denen Steuerbetrug durch das Investieren in Kryptowährungen stattfand stellen eine passende Ausgangslage dar, denn Regierungen sind nicht daran interessiert, dass Investoren und Anleger etwaige Einnahmen am Fiskus vorbeischleusen.

Zusätzlich hat die Geldpolitik keinen Einfluss auf den Bitcoin, sodass diese eher einen deflationären Charakter besitzen. Bei einer absoluten Token-Anzahl von 21 Millionen erreicht die Währung ihr maximales Potenzial, sodass anschließend lediglich der Kurs steigen kann zur Erhöhung der Geldmenge im System.

Dies führt auch dazu, dass immer mehr Investoren das Token sammeln – eines der Bitcoin Nachteile. Diese Entwicklung kann auch dazu führen, dass die Währung für Neueinsteiger uninteressant wird und neue Nutzer stattdessen beim bewährten Geld bleiben.

Bitcoin Nachteile durch die technische Grundlage

Bitcoin und vor allem die Blockchain ist ein kompliziertes Konstrukt, das lediglich von wenigen Menschen vollumfänglich verstanden wird. Umso mehr stellt sich für Interessenten die Frage, ob alle technischen Regelungen tatsächlich realisierbar sind.

Insbesondere Reiche sind weniger daran interessiert in hochspekulative Anlagen zu investieren und setzen stattdessen auf konservative Investments, welche einen Vermögenserhalt ermöglichen.

Zudem muss grundsätzlich überdacht werden, ob die aktuellen Hoffnungen der Marktteilnehmer in Bitcoin gerechtfertigt sind, denn Bitcoin ist viel weniger eine Währung für den aktiven Zahlungsverkehr als ein Instrument zum Anlegen von Finanzmitteln

. Aufgrund der technischen Limitierung im Rahmen der Blockzeit kam es vermehr vor, dass es einen Rückstau der Transaktionen gab. Für den klassischen Zahlungsverkehr wäre dieses Szenario ein Super-Gau, sodass auch hier ein Problem bei der Akzeptanz besteht. Die Neuerung, welche von der Community erzwungen worden, dämmen dieses Problem etwas ein, doch für den klassischen Zahlungsverkehr sind andere Währungen wie BitcoinCash oder Litecoin wesentlich besser geeignet.

Fazit zu Bitcoin Nachteile

Wie bereits einleitend hervorgehoben, bietet Bitcoin viele Vorteile. Diese machen die Währung zu einem Aushängeschild und untermauern die positive Entwicklung der letzten Monate. Allerdings gibt es insbesondere für eine Massenakzeptanz viele Herausforderungen, welche überwunden werden müssen.

Eine permanente Weiterentwicklung und Verbesserung der technischen Grundlage kann der Währung jedoch zum finalen Durchbruch verhelfen und somit die Bitcoin Nachteile in Zaum halten

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