Veröffentlicht: 05.01.2018

ECDSA

Was versteht man unter einem ECDSA?

ECDSA ist eine Abkürzung, welche für „Eliptic Curved Digital Signature Algorithm“ steht und zugleich eine Abwandlung des klassischen Digital Signature Algorithmus (DSA) darstellt. Dabei wurde die Eliptic Curve Kryptografie in den Jahren 1986 und 1987 von Neal Koblitz und Victor Miller entwickelt, ohne dass eine Zusammenarbeit erfolgte.

In den nachfolgenden Jahren wurde das Verschlüsselungsverfahren untersucht und weiter spezifiziert. Zudem hat das National Standards Institute seit 1998 das „Eliptic Curved Digital Signature Algorithm“ als Verschlüsselungsverfahren anerkannt und standardisiert.

In der Praxis findet das ECDSA immer häufiger Anwendung zur Verschlüsselung von Software. Prominente Anwendungsbeispiele sind etwa Bitcoin, Windows oder auch der Einsatz im Rahmen von Smartphones.

Wie wird die ECDSA definiert?

In der Theorie handelt es sich um eine Funktion dritten Grades, welche jedoch nicht vollkommen frei gewählt werden kann. Diese Einschränkung besteht, da bestimmte Eigenschaften gewährleistet werden müssen, welche einen direkten Einfluss auf die Sicherheit haben.

Aufgrund der Komplexität der Verschlüsselung wird zudem auf standardisierte Kurven zurückgegriffen, welche von verschiedenen Institutionen definiert werden. Entscheidend ist, dass die Größe des Schlüssels doppelt so hoch wie das gewünschte Sicherheitsniveau in Bit ist.

Hieraus ergibt sich eine Schlüsselgröße von 200 Bit, wenn das Sicherheitsniveau bei 100 Bit liegen soll.

Durch diese Eigenschaften bieten elliptische Kurven jedoch auch Vorteile gegenüber anderen Verfahren wie RSA, DAS oder diskreten Logarithmus Verfahren. Hierbei ist vor allem die kürzere Bitlänge zu nennen, welche bei anderen Verfahren bei 1024 oder teilweise sogar 3072 Bit liegen kann.

Hierdurch ergeben sich schnellere Algorithmen und eine verbesserte Performance.

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