Veröffentlicht: 12.03.2018

Bitmark Coin

Bitmark Coin – was steckt da dahinter?

Bitmark Coin ist eine von zahlreichen Kryptowährungen. Eine der wichtigsten Funktionen von werterhaltenden Systemen ist das Transformieren von Anlagen sowie das Erzielen von Wertsteigerungen. Zusätzlich muss ebenfalls eine klare Definition des Eigentums vorgenommen werden können, da diese Anlagen ansonsten keinerlei Knappheit besäßen.

Um Anlagen wie Immobilien in ein abstraktes Konzept wie Eigentumsrechte zu transferieren, sodass anschließend die sozialen und ökonomischen Attribute des Eigentums kommuniziert werden können, ist eine der wichtigsten Eigenschaften von werterhaltenden Systemen.

Durch die Kombination einer Anlage mit der Blockchain kann zudem gewährleistet werden, dass sämtliche Eigentumsrechte über den Public Ledger kommuniziert werden und somit ein Konsens im Netzwerk entsteht.

Die letzten Jahrhunderte führen zu einer Verbesserung der Eigentumssysteme, sodass die Verwaltung von Eigentum immer leichter fallen konnte. In den letzten Jahrzehnten nahm der Schutz von Ideen über Patentrechte eine besondere Rolle ein. Vor allem die digitalen Innovationen stellen aktuelle Systeme vor eine Herausforderung, da der Markt besonders schnelllebig geworden ist.

Diese Entwicklung führt auch dazu, dass Firmen immer neue Geschäftsmodelle entwickeln, welche statt der Eigentumsverteilung auf eine Lizensierung setzen. Da sich die Lizensierung stark vom Eigentum unterscheidet, unterliegt auch die Definition des digitalen Besitzes neuen Rahmenbedingungen.

Die Bitmark Coin als Lösung zur Verwaltung von digitalem Eigentum

Die Lösung für die Verwaltung von digitalem Eigentum ist laut den Bitmark Entwicklern ein neues System, welches aus der digitalen Perspektive agiert.

Hierbei geht es vor allem um eine Neudefinition von digitalem Eigentum, sodass echte Eigentumsrechte für digitale Anlagen gewährt werden können. Zudem muss dieses neue System sowohl physische, als auch digitale Anlagen verwalten können.

Hierbei kommt im Rahmen von Bitmark eine sogenannte „ObjectMinutiate“-Technologie zum Einsatz. Diese erlaubt es die Eigentumsstrukturen klar zu analysieren und somit eine Art digitalen Fingerabdruck einzuführen. Die Absicherung der Anlagen wird mithilfe von kryptografischen Hash-Funktionen gewährleistet.

Durch diese Hash-Funktionen wird das Transferieren von Anlagen, welche im Rahmen des Services auch als Bitmarks bezeichnet werden, ermöglicht. Mithilfe des Konsenses werden die Eigentumsrechte klar definiert und ein Betrug ausgeschlossen.

Die Entwickler sprechen hierbei von einer nicht manipulierbaren Chain-of-Ownership. Des Weiteren wird keine zentrale Regierung oder Institution benötigt, welche im Normalfall für stark steigende Kosten aufgrund des zusätzlichen Verwaltungsaufwandes sorgt.

Zusätzlich wird somit das Risiko des Datendiebstahls minimiert, welches durch unsichere öffentliche Netzwerke entsteht. Laut den Entwicklern sollte zudem beachtet werden, dass Bitmark nicht als Digital Rights Management konzipiert wurde und somit diesen Anforderungen nicht gerecht werden kann.

Transaktionen im Rahmen der Bitmark Coin

Die Bitmark-Blockchain wird als digital signierte Blockchain definiert, sodass alle Transaktionen durch signierte Aktivitäten der Nutzer nachverfolgt werden können. Die Nutzer werden durch einen Ed25519-Schlüssel identifiziert.

Ein Anlageeintrag enthält neben den Nutzerdaten zusätzlich die Metadaten des physischen und digitalen Wertes sowie die einzigartige Signatur der Anlage. Die Signatur dient dazu, die Anlage eindeutig innerhalb des Netzwerks zu identifizieren.

Des Weiteren besteht der Asset-Eintrag aus verschiedenen Bestandteilen. Hierzu gehört der bereits genannte Fingerprint oder auch Fingerabdruck, der einen Hash des digitalen Investments im Netzwerk darstellt.

Der Registrant oder auch Nutzer ist ein weiterer Bestandteil und wird direkt über den Public Key (Ed255519) identifiziert. Der Investmentwert besteht zudem aus einem Namen, der durch eine Kombination aus Buchstaben und Zahlen dargestellt wird und aus acht Zeichen besteht.

Die Metadaten dienen dazu, das Investment eindeutig zu identifizieren sowie den Eigentümer wiederzugeben. Schlussendlich gibt es noch die Signatur. Diese ist eine Hash-Funktion, welche alle anderen Bestandteile beinhaltet und zusätzlich den Private Key des Eigentümers hinterlegt.

Wird eine Transaktion durchgeführt, so kommt es zu einem sogenannten Issue Reccord, der einen neuen Bitmark erzeugt. Hierbei wird eine Verbindung zwischen der Anlage und der digitalen Information erzeugt. Im System wird hierbei auf einen „AssetIndex“ zurückgegeriffen, welcher aus einem SHA3-512 Hash besteht und den Fingerprint beinhaltet.

Zusätzlich wird der Eigentümer abgerufen und auf die User-ID zurückgegriffen. Um das Hashen der Transaktion zu ermöglichen wird im Rahmen der Transaktion zudem eine Nonce erstellt, sodass die originalen Daten nicht verfälscht werden. Nachdem die Gleichung gelöst und die Nonce berechnet wurde, kann die Signatur abgeschlossen werden.

Hierdurch wird ein neuer Bitmark erzeugt und zeitgleich ein Block abgeschlossen, welcher an die bestehende Blockchain gehangen wird.

Aufbau des Bitmark-Netzwerks

Die Bitmark-Netzwerk basiert auf einem Peer-to-Peer-Netzwerk. Durch die grafische Nutzerfläche und den dahinterliegenden Server wird eine hohe Performance gewährleistet. Ein wichtiger Bestandteil ist der Client, welcher als GUI fungiert.

Dieser verbindet sich mit dem Netzwerk und sendet die Transaktionen als Anfrage an das Netzwerk. Nun wird der „Issue Record“ initiiert und die Transaktion veranlasst. Die Bitmark Coin wird anschließend als Währung für das Transferieren und Handeln der Anlagen genutzt.

Zusätzlich werden Bitmark Coins beim Bestätigen der Transaktionen geschaffen und an die Miner ausgeschüttet. Die Bitmark Coin kann anschließend zum Bezahlen der Transaktionen im Netzwerk genutzt werden.

Um den Prozess der Verifikation zu beschleunigen, haben die Entwickler einen Prozess mit der Bezeichnung „Light Ownership Verification“ entwickelt. Hierbei wird auf den Einsatz von Netzwerk-Nodes verzichtet und stattdessen auf eine Suche in der Datenbank gesetzt.

Dieses Vorgehen soll den Verifikationsprozess beschleunigen. Für dieses Vorgehen wird vorausgesetzt, dass die Transaktionspartner als vertrauenswürdig gelten. Hierfür müssen die Partner als Miner auftreten und regelmäßig am Mining-Prozess teilnehmen.

Entwicklung der Marktkapitalisierung

Die Bitmark Coin wurde bereits am 19. August 2014 veröffentlicht und wird seit diesem Zeitpunkt unter dem Kürzel BTM am Markt gehandelt. Am ersten Handelstag lag der Preis pro Bitmark Coin bei 0,10 US-Dollar, sodass sich eine anfängliche Marktkapitalisierung von 58.138 US-Dollar ergab.

Bis zum September 2016 konnte die Währung keine großen Wachstumsimpulse generieren, sodass die Marktkapitalisierung ein konstantes Niveau verzeichnete. Am 25. September 2016 wurde dann ein Hochpunkt bei einer Marktkapitalisierung von 717.476 US-Dollar realisiert.

Im Jahr 2017 folgte der Durchbruch der Währung, sodass am 4. Januar 2018 ein Rekordwert von 25,6 Millionen US-Dollar und ein Token-Preis von 3,35 US-Dollar realisiert wurde. Anschließend folgte im Rahmen der allgemeinen Konsolidierung ein Abschwung bis auf eine Marktkapitalisierung von sieben Millionen US-Dollar.

Des Weiteren werden verzeichnet die Bitmark Coin ein tägliches Handelsvolumen von rund 45.552 US-Dollar. Hierbei ist der Handel zwischen der Bitmark Coin und Bitcoin am wichtigste, da rund 42 % des Handels auf dieses Währungspaar entfallen. Der wichtigste Handelsplatz ist zudem Trade by Trade mit einem Anteil von rund 80 %.

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