Veröffentlicht: 03.01.2018

Was passiert wenn alle Bitcoins gemined sind?

Problemstellung

„Was passiert wenn alle Bitcoins gemined sind?“ Diese Frage stellen sich viele Bitcoin-Interessierte immer wieder. Denn das System der Kryptowährungen ist aufgrund seines jungen Alters geprägt von Unsicherheit und teilweise auch Unverständnis.

Um die Frage „Was passiert wenn alle Bitcoins gemined sind“ gezielt beantworten zu können, gilt es, das Prinzip des Bitcoin zu verstehen.

Wer sich näher mit dem Bitcoin beschäftigt, stößt schnell auf den Inflationsschutz.

Dieser ist von den Machern von vorn herein mit eingebaut. Er begründet sich in der begrenzten Anzahl der verfügbaren Bitcoins. Aktuell erschafft Mining Bitcoins, doch das Mining hat irgendwann ein Ende. Nämlich exakt dann, wenn die Anzahl von 21 Millionen Bitcoins erreicht ist. Experten zufolge wird dies ca. im Jahr 2140 der Fall sein, vorausgesetzt, es läuft alles so weiter wie bisher.

Bis dahin ist mit einem weiteren Wertanstieg zu rechnen. Die Generation, die aktuell in Mining investiert, wird bis zum Eintreten des Zeitpunkts nicht mehr am Leben sein. Dennoch ist die Frage „Was passiert wenn alle Bitcoins gemined sind?“ berechtigt. Schließlich möchte man seinen Kindern guten Rat zum Thema Bitcoin mit auf den Weg geben können.

Voraussetzungen

Fakt ist: was genau passiert, kann niemand mit Sicherheit voraussagen. Die Zeitspanne ist zu groß, um verlässliche Prognosen treffen zu können. Wenn es um das Thema Bitcoin geht, müssen mögliche Szenarien wie staatliche Regulierung bedacht werden. Auch kann es sein, dass sich bis zum Jahr 2140 die weltpolitische Lage dramatisch geändert hat.

Die Voraussetzungen für das Erreichen der Endzahl sind weiterhin gute Stromversorgung und politische Stabilität.

Es gibt mehrere Szenarien, die dann denkbar sind, auf die man sich jedoch nicht verlassen sollte. Daher sehen viele Mining Investoren ihr Investment als kurz- bis mittelfristige Anlagestrategie und denken nicht weiter als 5 Jahre in die Zukunft.

Wie sehen diese Szenarien rund um die Frage „Was passiert wenn alle Bitcoins gemined sind?“ konkret aus?

Bitcoin verhält sich wie Gold

Eine Möglichkeit besteht darin, dass Bitcoin sich wie Gold verhält. Dafür spricht, dass Wirtschaftsexperten den Bitcoin heutzutage schon als digitales Gold einstufen. Ferner ist bekannt, dass er aus technischer Sicht als Zahlungsmittel im Alltag nicht praktikabel ist.

Wenn Bitcoin sich wie Gold verhält, bedeutet das, dass er 2140 einen hohen Wert besitzt. Nicht jeder Bürger besitzt Gold, d.h. Bitcoins haben nur ein Teil der Menschen. Nämlich die Kinder der heutigen Bitcoin Investoren, die ihre Bitcoins weitervererbt haben. Auch große Firmen sind dann im Besitz von Bitcoins und können den Wert als Eigenkapital ausweisen.

Möglich ist, dass der Bitcoin aufgrund des Erreichens der Limitierung noch weiter im Wert steigt. Dies ist das Best Case Szenario für alle Anleger und Bitcoin Besitzer. Dies setzt voraus, dass alle anderen Kryptowährungen den Bitcoin in seiner Wertentwicklung bis dato nicht einholen konnten.

Bitcoin wird Leitwährung

Ein weiteres denkbares Szenario besteht darin, dass der Bitcoin Leitwährung wird. Dies setzt voraus, dass sich alle anderen Kryptowährungen bis 2140 stark weiterentwickeln. Und es bis dahin kein Fiatgeld und somit auch keine Euro- oder Dollarwährung mehr gibt.

Von nun an können Banken keine Regulierungen mehr vornehmen, da das internationale Währungssystem aus Kryptowährungen besteht. Dem Bitcoin kommt die Rolle der Leitwährung zu, weil er sich über ein Jahrhundert hinweg als stabil bewiesen hat.

Manche Experten gehen sogar soweit, den Bitcoin als Weltwährung zu handeln. Dagegen spricht jedoch, dass es andere Kryptowährungen gibt, die für den schnellen Zahlungsverkehr im Alltag besser geeignet sind. Der Bitcoin als Ankerwährung hingegen macht Sinn, da schon heute viele Menschen in Bitcoin denken und rechnen.

Bitcoin wird wertlos

Eine mögliche Antwort auf die Frage „Was passiert wenn alle Bitcoins gemined sind“ ist auch, dass der Bitcoin mit Erreichen der 21 Millionen Bitcoins wertlos wird. Denn bis dahin können sich viele andere Kryptowährungen am Markt durchgesetzt haben.

Man darf bei allen Überlegungen nicht vergessen, dass die Kryptowährung Bitcoin zwar die bekannteste, längst aber nicht perfekteste am Markt ist. Aktuell profitiert sie von einem Hype, den in z. B. 50 Jahren sicherlich auch andere Kryptowährungen auslösen können.

Schon jetzt gibt es alternative Kryptowährungen, die sich in vielen Aspekten vielversprechender präsentieren. Insbesondere im Hinblick auf den Zahlungsverkehr. Dieser muss im modernen Alltag schnell und unkompliziert zu realisieren sein. Die Kryptowährungen IOTA oder Stellar Lumens (XLM) sind ein schönes Beispiel dafür.

Zu bedenken sind auch die steigenden Transaktionsgebühren, die beim Mining anfallen. Diese werden in Zukunft noch weiter steigen. Für viele Investoren könnte dies ein Grund sein, bald schon nach Alternativen zu suchen und dem Bitcoin den Rücken zu kehren.

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