Veröffentlicht: 08.01.2018

Wann sind alle Bitcoins geschürft

Wann sind alle Bitcoins geschürft?

Bei der zunehmenden Bedeutung der Kryptowährungen stellt man sich die Frage – wann sind alle Bitcoins geschürft? Dazu befassen wir uns erstmal mit den grundlegenden Begriffen.

Was ist Bitcoin?

Bitcoin ist die erste der sogenannten Kryptowährungen, die ersten 50 Einheiten der Währung Bitcoin wurden am 3. Januar 2009 geschöpft. Unter dem Begriff Kryptowährung versteht man dezentral gesteuerte virtuelle Währungen, die über das Internet verbreitet werden.

Nach dem kürzlichen Boom um Bitcoin und andere Währungen dieser Art, haben sie einen immensen Zuwachs zu verzeichnen – alle möchten teilhaben an diesem neuen „Goldrausch“. Und tatsächlich ist dieser Vergleich nicht einmal weit hergeholt: Wie das wertvolle Gold in vergangenen Zeiten, können auch die meisten Kryptowährungen „geschürft“ werden.

Genau wie eine natürliche Ressource stehen diese Währungen nicht unendlich zur Verfügung, sodass zwangsläufig eine Wertsteigerung stattfinden muss, wenn die Nachfrage steigt, das Angebot (also die Verfügbarkeit) dagegen abnimmt und schließlich vollständig stagniert. 2009 begann Bitcoin, doch wann sind alle Bitcoins geschürft?.

Was bedeutet „schürfen“? Die technischen Aspekte des Bitcoin-Minings

„Schürfen“ auch „Minen“ genannt, bezeichnet bei Kryptowährungen die neue Generierung einzelner Einheiten der Währung. Das Mining ist eine dem System inneliegende Funktion, die diese Art von Währung attraktiv machen soll, denn die Technologie von Kryptowährungen hängt stark davon ab, dass ein breites Netzwerk von unabhängigen Nutzern existiert um den Ansprüchen von Dezentralität gerecht zu werden.

Viele Fragen sich: Wann sind alle Bitcoins geschürft? Und lohnt es sich noch mitzumachen?

Grundlage einer jeden auf Bitcoin basierenden Kryptowährung ist die sogenannte „Blockchain“. Dabei handelt es sich im Grunde um eine große Datenbank, die man sich als Kette („chain“) aus Datenblöcken („block“) vorstellen kann.

Über ein kryptographisches Verfahren werden neue Blöcke an die Blockchain angehängt, die die neusten Transaktionen und Wertschöpfungen beinhalten. Neue Blöcke werden generiert, indem alle Computer im Netzwerk von Bitcoin ihre gemeinsame Rechenleistung aufwenden, um eine von der Blockchain gestellte Aufgabe zu lösen.

Sobald ein neuer Block generiert wurde, wird eine bestimmte Anzahl an Währungseinheiten an diejenigen Nutzer ausgeteilt, die mit ihrer Rechenleistung dazu beigetragen haben, die Aufgabe zu lösen. Diesen Vorgang bezeichnet man als „Mining“ oder „schürfen“.

Auf diese Art und Weise gelangen immer mehr Einheiten der Kryptowährungen in Umlauf. Reguliert wird dieses System durch die Schwierigkeit der Aufgaben, die die Blockchain stellt und die Anzahl an Bitcoins, die pro neu-geschürftem Block ausgeteilt werden.

Einerseits nimmt die Komplexität der Aufgaben zu, sodass über die Zeit eine immer größer werdende Rechenleistung aufgebracht werden muss – dies geschieht zurzeit etwa alle zwei Wochen. Andererseits nimmt die Anzahl an Bitcoins für neue Blöcke kontinuierlich ab.

Dies ist reguliert durch die sogenannten „Halvlings“. Im System ist festgelegt, ab welcher Anzahl von bearbeiteten Blöcken sich die Ausbeute pro Block halbiert – dies geschieht alle paar Jahre.

So entsteht ein Wettkampf um die begehrten Coins, das steigert den Wert und lockt auf diese Weise immer mehr Nutzer zu Bitcoin, die auch an dem Geschäft teilhaben möchten.

Bitcoin reguliert sich also zu einem gewissen Grad selbst.

Bitcoins schürfen – lohnt sich das heute noch?

Wann sind alle Bitcoins geschürft? Um diese Frage zu beantworten, lohnt sich ein Blick auf die Geschichte des Minings.

Seit seinen Anfängen im Jahr 2009 hat Bitcoin eine radikale Wandlung durchgemacht. Waren die Aufgaben die zum Schürfen neuer Blöcke benötigt wurden anfangs noch leicht zu lösen, steigerte sich ihre Schwierigkeit seitdem immer wieder.

Die Folge war ein regelrechtes Wettrüsten der Miner, die mit immer besserer, schnellerer und optimierter Hardware versuchten sich Vorteile zu verschaffen und so bessere Chancen zu haben an den neu geschürften Bitcoins zu verdienen.

Zu Beginn reichte ein einfacher Heimcomputer aus. Die Rechenleistung eines handelsüblichen Prozessors war gut in der Lage das Mining durchzuführen.

Schnell merkten findige Miner, dass sich Grafikprozessoren aus Grafikkarten besonders gut dazu eigneten die durch den Algorithmus der Blockchain gestellten Rechenaufgaben zu lösen. Manche Nutzer bauten sich zu Hause ganze Blöcke von Grafikkarten zusammen, um eine bessere Leistung erzielen zu können.

Doch auch das wurde irgendwann unrentabel, denn dieses Verfahren verbrauchte eine Menge Energie ausschließlich für die Kühlung.

Speziell für den Zweck des Minings hergestellte Hardware konnte diese Aufgaben noch besser und kostengünstiger bewältigen. So etwas nennt man ASIC – „application-specific intigrated circuits“.

Diese „anwendungsspezifischen integrierten Schaltungen” kamen etwa Ende 2011 auf den Markt. Darunter versteht man im Grunde Mikrochips, die speziell für einen bestimmten Zweck programmiert sind.

Im Falle von Bitcoin sind sie darauf programmiert, die Aufgaben der Blockchain besonders effizient zu lösen.

Heute gibt es noch eine Reihe anderer Möglichkeiten, etwa das Cloud-Mining, bei dem man sich Rechenleistung bei einem Anbieter anmietet und damit Bitcoins schürfen kann. Das sind die Ansätze zur Beantwortung der Frage – wann sind alle Bitcoins geschürft.

Das Moore’sche Gesetz

Besonders interessant in der Frage, wann werde alle Bitcoins geschürft sein, ist das sogenannte „Moore’sche Gesetz“, das von Gordon Moore – einem der Mitbegründer der Firma Intel – bereits 1965 formulierte.

Es besagt, dass sich die weltweit zur Verfügung stehende Rechenleistung in einem bestimmten Zeitraum immer verdopple. Dieser Zeitraum wird zurzeit mit etwa 18 Monaten angegeben und lässt sich in der realen Welt des Computerbusiness tatsächlich auch in etwa so beobachten.

Damit kann also eine Aussage darüber getroffen werden, dass auch die Komplexität der zu lösenden Aufgaben in der Blockchain theoretisch alle 18 Monate verdoppeln müsse, um auf einem gleichbleibenden Niveau zu bleiben. Da allerdings auch immer neue Nutzer auf Bitcoin aufspringen, steigt die Komplexität wahrscheinlich schneller.

Wann sind alle Bitcoins geschürft?

Mit Hilfe der derzeit zur Verfügung stehenden Rechenleistung und unter Zuhilfenahme des Moore’schen Gesetzes können einige leider recht unsichere Aussagen über die Zeit gemacht werden, die benötigt wird, um alle Bitcoins zu schürfen.

Zurzeit exisiteren 16.782.587 Einheiten der Kryptowährung Bitcoin. Es wird erwartet, dass am Ende der Miningphase 21.000.000 BTC existieren werden. Doch, wann sind alle Bitcoins geschürft?

Hochrechnungen gehen davon aus, dass die letzten Bitcoins im Jahre 2140 geschürft werden. Dies hängt jedoch von einer Reihe von Faktoren ab, etwa der Entwicklungen im Bereich der Computer in den kommenden Jahren und wie viele Halvlings noch stattfinden werden.

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