Veröffentlicht: 11.01.2018

Verlorene Bitcoins

Verlorene Bitcoins: Lässt sich das Vermögen retten?

Verlorene Bitcoins sind nicht nur ärgerlich, für manche bedeuten sie den Verlust eines Vermögens. Bei traditionellen Währungen ist das Problem leidlich bekannt.

Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit reicht aus und schon ist der Geldbeutel verschwunden. Ein anderes Mal verschwindet ein Zehneuroschein aus der Tasche.

Obwohl es für den Bitcoin weder Münzen noch Scheine gibt, können auch die wertvollen Coins verloren gehen. Mancher Investor hatte vor Jahren klug investiert und kleine Beträge in die Digitalwährung gesteckt.

Diese Coins können heute ein Vermögen wert sein, sie zu verlieren einen hohen Verlust bedeuten. Ob vergessenes Passwort oder eine kaputte Festplatte, es gibt viele Ursachen, seine Coins zu verlieren. Für alle, die keinen Zugang zu den eigenen Coins mehr haben gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht.

Die schlechte Nachricht zuerst: Wer den Zugang zu seinen einmal Bitcoins verloren hat, hat keine Chance, sie zurückzubekommen. Die gute Nachricht: Wer sich vorher ausreichend abgesichert hat, kann seine verlorenen Coins problemlos wiederherstellen.

Das Problem ist keineswegs klein. Der Wert aller verlorenen Bitcoins wird mittlerweile auf mehr als 30 Milliarden Euro geschätzt. In diesem Text haben wir daher alles zusammengefasst, was man über verlorene Bitcoins wissen muss.

Verlorene Bitcoins in alten Wallets

Zu Beginn der Bitcoin-Ära haben viele das Abenteuer gewagt und ein paar Bitcoins erworben. Was damals, ab 2009, noch wie ein Spiel aussah, ist in der Zwischenzeit zu einem großen Geschäft geworden.

Seit seiner Gründung ist der Wert des Bitcoin um mehrere tausend Prozent gestiegen. Wer zu Beginn ein paar Bitcoins erworben hatte, besitzt heute womöglich ein Vermögen.

Unabdingbar dafür ist allerdings, dass man auf sein altes Wallet aus dieser Zeit noch zugreifen kann. Unabdingbar ist dafür allerdings, dass man sich noch an sein altes Passwort erinnern kann.

Wer überhaupt keine Erinnerung hat, ist chancenlos. Ohne Zugriff auf das alte Wallet sind die Coins nämlich für immer verloren.

Weil sich nun Menschen nach und nach an diesen Schatz erinnern, boomen derzeit Dienste, die Wallets wiederherstellen. An verlorene Bitcoins kommt an damit aber nur dann, wenn sich das Passwort rekonstruieren lässt.

Wer Phrasen aus öffentlich zugänglichen Texten verwendet hatte, kann daher doch noch hoffen. Für alle anderen bedeutet die enorme Datensicherheit des Bitcoin-Netzwerkes nichts Gutes.

Ein erfolgreicher Hack eines verlorenen Wallets gilt als nahezu unmöglich. Manche Investoren versuchen es daher auf dem spirituellen Weg. Eine Hypnose könnte die Erinnerung an das verlorene Passwort wieder erwecken.

Verlorene Bitcoins: falsch gesendet oder gestohlen

Wie Briefe oder E-Mails werden auch Bitcoins an eine Adresse gesendet. Wie Briefe oder E-Mails können sie dann aber auch beim falschen Empfänger landen.

Aus diesem Grund gilt: Wer Bitcoins sendet, sollte die Zieladresse kopieren und einfügen. Hat man die Coins einmal an die falsche Adresse geschickt, sind sie meist verloren.

In der Regel ist der Empfänger anonym und wird sich über die neuen Coins freuen. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit gering, mit einem Tippfehler eine echte Adresse zu treffen.

In der Regel wird die Transaktion fehlschlagen. Dennoch sollte man das Risiko kennen und beim Senden von Bitcoins lieber zweimal hinschauen.

Ein anderes Problem stellen Attacken auf große Bitcoinbörsen dar. In der Vergangenheit ist es bereits mehrfach gelungen, Coins auf diese Weise zu entwenden.

Sind die Coins gestohlen, wird man sie nie wieder bekommen. Doch vor einem Verlust durch Diebstahl kann man sich schützen.

Wer seine Bitcoins auf verschiedenen Wallets mit hohen Sicherheitsschranken speichert, macht einen Diebstahl unwahrscheinlich. Sollte doch eine Attacke gelingen, kann so wenigstens der Verlust reduziert werden.

Verlust vermeiden: So schützt man Bitcoins richtig

Das Bitcoin-Netzwerk gilt als extrem sicher, doch wie immer im Zusammenhang mit Computersicherheit gilt auch hier: Nichts ist sicher, wenn man ein schwaches Passwort wählt.

Das Problem mit starken Passwörtern liegt allerdings darin, dass sie sich so schlecht merken lassen. Wer sein Bitcoin-Wallet daher optimal schützen will, aber nicht den Zugang verlieren möchte, muss einige Regeln einhalten.

Eine weitere Grundregel besteht darin, seine Coins in verschiedenen Wallets zu speichern. Außerdem sollte es immer mindestens zwei Sicherheitskopien geben. Verlorene Bitcoins bekommt man in der Regel nicht wieder. Optimale Sicherheit ist deshalb ein Muss.

Bitcoins durch Backups schützen

Alle elektronischen Speichermedien bergen das Risiko von Datenverlust. Damit man nicht irgendwann mit viel Aufwand versuchen muss, verlorene Bitcoins zu retten, sind Backups Pflicht.

Technisch ist das keine große Herausforderung. Ein Wallet kann problemlos auf zwei USB-Sticks gesichert werden

. Praktisch macht aber häufig die menschliche Faulheit einen Strich durch die Rechnung. Wer nicht nach jeder Transaktion ein Backup seines Wallets anlegt, riskiert nämlich einen Verlust aller gespeicherten Coins.

Letztlich ist der Nutzer verantwortlich, seine Bitcoins ausreichend abzusichern. Verlorene Bitcoins müssen nämlich nicht sein.

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