Veröffentlicht: 12.02.2018

Unbestätigte Bitcoin Transaktionen

Unbestätigte Bitcoin Transaktionen – Geld in der Warteschleife

Unbestätigte Bitcoin Transaktionen gehören leider zum Alltag einiger Bitcoin Investoren. Dass eine Bitcoin Transaktion unbestätigt bleibt, ist insbesondere dann ärgerlich, wenn man nur schnell Geld an eine zweite Partie senden wollte.

Bei der Kryptowährung Bitcoin handelt es sich schließlich um digitales Geld, welches haptisch nicht greifbar ist.

Gemäß der zugrunde liegenden Blockchain Technologie muss eine Transaktion von mehreren Minern bestätigt und in einen Block eingetragen werden. Erst dann gilt sie als abgeschlossen und erst dann ist die Summe im Wallet des Empfängers sichtbar.

Wenn die Transaktion noch nicht in einen Block eingetragen wurde, sich das digitale Geld also quasi in der Warteschleife befindet, wird sie im Wallet des Senders als unbestätigt angezeigt. Je länger dieser Zustand anhält, umso nervöser werden Bitcoin Besitzer.

Ist die Summe etwa auf dem Weg verloren gegangen? Ist das Netzwerk so überlastet, dass die Transaktion einfach gelöscht wird? Beides sind glücklicherweise Szenarien, die nicht eintreffen können, weil die technischen Voraussetzungen fehlen.

Um zu verstehen, weshalb Transaktionen unbestätigt bleiben, muss der Prozess innerhalb der Blockchain Technologie genauer betrachtet werden.

Unbestätigte Bitcoin Transaktionen – Was ist die Ursache?

Mit zunehmender Beliebtheit des Bitcoin steigt die Anzahl der Transaktionen in der Blockchain. Dies hat zur Folge, dass sich zum einen höhere Kosten ergeben und Bitcoin Besitzer zum anderen mit längeren Wartezeiten rechnen müssen.

Da die Kryptowährung dezentral organisiert ist, muss eine Transaktion von mehreren Stellen im Netzwerk aus bestätigt werden, damit sie abgeschlossen werden kann. Dies erfordert Zeit.

Ist das Netzwerk höher ausgelastet als sonst, wird eine Transaktion mit großer Wahrscheinlichkeit nicht in den nächsten Block eingetragen, sondern muss auf den darauffolgenden Block oder gar den dritten Block „warten“. Dies dauert und hinterlässt ein ungutes Gefühl – denn der Status zeigt nur an, dass die Transaktion noch unbestätigt ist. Weitere Auskunft erhalten Bitcoin Besitzer nicht und fragen sich deshalb zurecht, woran es liegt.

Auch wenn der Zustand nicht angenehm ist: Glücklicherweise können Bitcoins nicht einfach verschwinden. Unerfahrene Nutzer befürchten, dass die Bitcoins verloren gegangen sind. Dies ist jedoch rein technisch nicht möglich.

Sie befinden sich bildlich gesprochen lediglich in einer Warteschleife, die auf die aktuelle Situation des Netzwerks zurückzuführen ist. Wird dieses stark beansprucht, kann eine Bestätigung der Transaktion von mehreren Stunden ausgehend bis zu ein oder zwei Tagen dauern.

Doch nicht nur der Zeitverlust ist ärgerlich, sondern auch die erhöhten Transaktionskosten, wenn das Netzwerk überlastet ist.

Bitcoin Besitzer sollten sich daher gut überlegen, wann sie Geld verschicken und ob es wirklich nötig ist.

Unbestätigte Bitcoin Transaktionen – was kann man im Fall der Fälle tun?

Bitcoins können selbst ganze Wochen in der Blockchain festhängen.

Wichtig ist trotz des immensen Zeitraums: Es gibt keinen Grund, in Panik zu verfallen. Wenn eine Transaktion am Ende ausläuft, wird sie zur ursprünglichen Sender Adresse zurückgeschickt. Somit kann kein Geld verloren gehen. Bestenfalls kann man es als schöne Möglichkeit ansehen, sich in Geduld zu üben.

Wer jedoch nicht warten, sondern die Transaktion lieber beschleunigen möchte, kann sie ein zweites Mal tätigen. Dieses Mal muss der Sender allerdings mit einer höheren Gebühr rechnen. Transaktionen mit höherer Gebühr werden vorgezogen und dementsprechend schneller bearbeitet.

Die erste Transaktion, die zu einer niedrigeren Gebühr losgeschickt wurde, verfällt automatisch. Das Bitcoin Netzwerk weist sie als Double Spending zurück. Um ähnliche Situationen in der Zukunft zu vermeiden, können Bitcoin Besitzer sich ein Wallet zulegen, welches mit dynamischen Transaktionsgebühren arbeitet.

Hierbei wird die Höhe der Transaktionsgebühr für einen festgelegten Durchführungszeitraum automatisch bestimmt.

Da die Miner diejenigen Transaktionen zuerst bearbeiten, die am lukrativsten sind, werden Transaktionen mit hohen Gebühren immer zuerst durchgeführt. Eine weitere Möglichkeit wäre deshalb, jedes Mal mehr zu zahlen – aber nicht jeder Wallet Anbieter bietet entsprechende Optionen, auf die Höhe der Gebühr Einfluss zu nehmen.

Unbestätigte Bitcoin Transaktionen – Fazit

Bitcoin Transaktionen benötigen Zeit, weil das Netzwerk dezentral organisiert ist.

Eine Transaktion muss von mehreren Minern bestätigt und in der Blockchain eingetragen werden. Die Miner ziehen Transaktionen mit hohen Gebühren vor, weil diese am lukrativsten sind.

So kann es bei hoher Auslastung des Netzwerks dazu kommen, dass Transaktionen mit niedrigen Gebühren tagelang nicht bestätigt werden. Dies sorgt für Unmut oder gar Panik auf Seiten der Sender, insbesondere dann, wenn diese unerfahren sind oder die Bitcoins zeitnah den Empfänger erreichen müssen.

Bleibt eine Tranksaktion unbestätigt, bedeutet dies jedoch nicht, dass das Geld verloren ist. Dies ist technisch nicht möglich. Der Sender muss etwas Geduld aufbringen. Möchte er die Transaktion beschleunigen, stehen ihm mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Diese bringen allerdings höhere Transaktionsgebühren mit sich.

Wenn das Netzwerk überlastet ist, sollten Bitcoin Besitzer daher gut abwägen, ob sie eine Transaktion unbedingt durchführen möchten.

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