Veröffentlicht: 13.02.2018

Primecoin

Was verbirgt sich hinter dem Primecoin?

Primecoin ist eine der zahlreichen Kryptowährungen am Markt. Seit der Erschaffung von Bitcoin durch Nakamoto im Jahr 2008 sowie der Definition von Hashcash im Jahr 2002 gibt es das Proof-of-Work-Prinzip.

Dieses findet mittlerweile regelmäßig im Rahmen verschiedener Kryptowährungen Anwendung und dient zur Aufrechterhaltung und Konsensbestimmung in Peer-to-Peer-Netzwerken. Dabei basiert das Proof-of-Work-Prinzip des Bitcoins auf dem SHA-256-Algorithmus.

2011 wurde dann Scrypt als Proof-of-Work-Algorithmus zum Hashen von Blöcken vorgestellt. Auch wenn es zwischenzeitlich immer wieder neue Ansätze zur Änderung der Proof-of-Work-Ansätze gab, welche sich auch auf wissenschaftlichere Rechenmethoden stützten, so konnten sich diese nicht durchsetzen.

Aus diesem Grund gelten zum aktuellen Zeitpunkt der Scrypt-Algorithmus und der SHA-256-Algorithmus als etablierte Algorithmen für Proof-of-Work-Mining.

Im Jahr 2013 erkannte der Gründer der Primecoin, dass der Aufbau einer Blockchain, welche ausschließlich auf Primzahlen basiert, eine passende Alternative für die etablierten Ansätze sein könnte.

Im Rahmen seiner Arbeit schuf er einen Algorithmus, der sich ausschließlich auf Primzahlen bezieht und somit sowohl das Minen von Tokens, als auch ein höheres Maß an Sicherheit gewähren kann.

Dieser neue Algorithmus bietet dabei eine ähnlich hohe Sicherheit wie Hashcash und basiert dabei auf dem beliebten Proof-of-Work-Ansatz. Bekannt ist dieses Projekt mittlerweile unter dem Namen Primecoin.

Was ist die Primecoin?

Bei Primecoin handelt es sich um eine besonders innovative Kryptowährung, welche als digitale Währung auf das Prinzip der Kryptografie setzt und durch einen dezentralisierten Mining-Markt gesteuert wird.

Die grundsätzliche Idee für das Token wurde mithilfe des von Satoshi Nakamoto Bitcoin-Whitepapers gefunden. Allerdings soll sich die Primecoin-Blockchain durch das Verwenden eines abweichenden Proof-of-Work-Algorithmus auszeichnen und als erste Kryptowährung gelten, die auf wissenschaftlichen Grundlagen entwickelt wurde.

Zudem sehen die Entwickler auch einige Vorteile. Hierbei bietet das Token nicht nur ein hohes Maß an Sicherheit und die Möglichkeit durch Mining aktiv am Netzwerk teilzunehmen, sondern generiert zusätzlich eine besondere Form der Primzahlketten, welche für mathematische Untersuchungen genutzt werden können.

Des Weiteren benötigt das Netzwerk wesentlich niedrigere Ressourcen, als Bitcoin und kann somit bei gleicher Rechenleistung ein höheres Arbeitspensum bewältigen. Die Primecoin wurde entworfen, um einen prosperierenden Mining-Markt zu schaffen und zudem die Sicherheit in den Vordergrund zu stellen.

Die Werte innerhalb des Netzwerks sollen dabei die gleiche Werthaltigkeit wie Gold als reales Derivat aufweisen. Die letzte Besonderheit ist die schnelle Blockzeit, welche auf lediglich eine Minute festgelegt wurde, sodass das Token zehnmal schneller als Bitcoin arbeitet.

Welchen wissenschaftlichen Wert bietet die Primecoin?

Die Aufgabe des Primecoin-Netzwerkes ist die Suche nach speziellen Primzahlketten, welche in der Wissenschaft auch als Cunningham-Ketten oder Bi-Twin-Ketten bekannt sind. Die Verteilung dieser Ketten gilt zum aktuellen Zeitpunkt als noch nicht ausreichend untersucht und auch den einfachsten Ketten kann die theoretische Unendlichkeit nicht nachgewiesen werden.

Die Verteilung der Primzahlen war eine der wichtigsten Erkenntnisse der Arithmetik, sodass die Studien an den Primzahlketten eine Fortführung der Arbeiten von Riemann und dessen Primzahlentheorem sind. Die Untersuchung soll hierbei einen klaren Fokus auf die Zufälligkeit der Verteilung legen, welche tiefer in deren Fundament verankert zu sein scheint.

Wichtig dabei ist, dass diese Untersuchung nicht nur für Mathematiker als relevant gilt. Vielmehr kam bei den ersten Forschungen Riemanns heraus, dass die Riemann Zeta-Funktion und die Verteilung von Primzahlen miteinander korrelieren.

Die Zeta-Funktion hat zudem eine hohe Bedeutung für andere naturwissenschaftliche Bereiche. Somit besitzt die Untersuchung der Zahlenherkunft nicht nur eine mathematische Relevanz, sondern kann zudem auch die Forschungen im Allgemeinen beeinflussen und voranbringen.

Das Mining der Primecoin

Die Primecoin gilt als reine Proof-of-Work-Währung und setzt zudem auf einen neuen und gleichzeit hoch wissenschaftlichen Ansatz. Grundlegend gilt für jeden Proof-of-Work-Algorithmus, dass keine Möglichkeit zur Wiederverwendung der mathematischen Gleichung besteht und Blöcke somit niemals mit einer identischen Funktion abgeschlossen werden können. Um diese Voraussetzung zu erfüllen, muss die Primzahlenketten mit der Kopfzeile der Hashfunktion verbunden werden. Der Quotient dieser Funktion wird anschließend zu einem Proof-of-Work-Zertifikat, welches die doppelte Verwendung verhindert.

Der Block-Hash, als der Wert des Block-Kopfes sowie des Zertifikates kann im gesamten Netzwerk überprüft werden und muss eine Gültigkeit besitzen. Das bedeutet, dass bei der Manipulation eines Blocks keine Möglichkeit besteht, den Hashwert sowie den Blockwert zu kopieren und daher in keinem Fall eine Gültigkeit eintreten könnte.

Zudem ist auch die Anpassung der Schwierigkeit anders als bei anderen Blockchain, denn bei der Primecoin ist diese abhängig von der aktuellen Primzahlenkette. Zu Beginn wurde dieser Ansatz recht starr verfolgt, sodass eine nicht lineare Schwierigkeit entstand und die Sicherheit des Netzwerks nicht garantiert werden konnte. Zudem wurde durch diesen Ansatz die Effizienz der Blockchain egalisiert, sodass die Entwickler sich auf den sogenannten Fermat-Test bezogen haben. Hierdurch konnte ein linearer Anstieg der Schwierigkeit sowie eine hohe Sicherheit im Rahmen der Blockchain gewährleistet werden.

Wie hat sich die Marktkapitalisierung entwickelt?

Das Primecoin-Toekn wird am Markt auch unter dem Kürzel XPM gehandelt und wurde erstmalig am 11. Juli 2013 im offiziellen Handel an den Märkten platziert. Bei der Marktkapitalisierung konnte am ersten Handelstag ein Niveau von 51.274 US-Dollar erreicht werden. Noch im November 2013 konnte die Marktkapitalisierung bis auf 10 Millionen US-Dollar gesteigert werden, allerdings folgte anschließend eine langfristige Korrektur, welche erst im Jahr 2017 durchbrochen werden konnte. Lag der Kurs am 28. Februar noch bei 781.301 US-Dollar, so konnte am 14. Januar 2018 ein Höchststand bei 27,4 Millionen US-Dollar realisiert werden. Der Preis je Token stieg zudem bis auf ein Niveau von 1,24 US-Dollar. Zudem befanden sich zu diesem Zeitpunkt rund 22,4 Millionen Tokens im Umlauf, sodass sich ein durchschnittliches Handelsvolumen von rund 100.000 US-Dollar ergab. Der wichtigste Handelsplatz des Primecoin-Tokens ist Poloniex, da hier mehr als 82 % des täglichen Handels umgesetzt werden.

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