Veröffentlicht: 13.02.2018

Nimiq Coin

Das Ökosystem der Nimiq Coin

Nimiq Coin ist eine Kryptowährung, die um sich herum ein eigenes System aufgebaut hat. Bemerkenswert ist hierbei allem voran, dass für das Mining keine Software auf dem PC installiert wird. Stattdessen gibt es per Mausklick auf den „Wallet“-Button, den man auf der Website findet, eine Onlineversion, die sich rein im Browser abspielt.

Um dieses System erfolgreich beibehalten zu können, ist es notwendig, die Bearbeitungszeiten und zugleich Dateigrößen möglichst gering zu halten. Dementsprechend sind Aktualisierungsdateien kleiner, als eine herkömmliche MP3-Datei wäre.

Ein weiterer Vorteil hiervon ist, dass kein Download der Updates notwendig ist. Sie werden automatisch vom Server aufgespielt, der Cache im Browser tut dann sein Übriges und aktualisiert die Dateien. Hierbei setzen die Entwickler allem voran darauf, dass die Browser ihrer Nutzer ausgereizt werden.

Warum das Konzept gut funktioniert

Es ist schwierig, ein einheitliches System zu erschaffen, das in allen Webbrowsern gleich gut funktioniert. Ein Beispiel aus der Frontendentwicklung veranschaulicht die Problematik: Während es vor einigen Jahren einen Code gegeben hat, der giftgrüne Hintergründe transparent gemacht hat, konnte dies nur im Internet Explorer dargestellt werden.

Weder Chrome, noch Firefox setzten dies effektiv um. Mit der Zeit kamen immer mehr Browser hinzu und mittlerweile gibt es eigene Versionen für mobile Endgeräte. Updates, die von den Browserbetreibern selbst erfolgen, tragen ihren Teil dazu bei, dass so etwas immer schwieriger wird.

Genau hier setzt die Nimiq Coin allerdings an. Es wird nichts umgesetzt, das nicht jeder Browser verlässlich beherrscht.

Das oberste Ziel für die Entwickler ist es hierbei, den Nutzern ihrer Coin ein möglichst barrierefreies Erlebnis zu bieten. Dies beginnt bereits an jenem Punkt, an dem zusätzliche Ausführungen notwendig wären, um Nimiq minen zu können.

In einer Wallet, deren Implementierung direkt im Browser erfolgt, gibt es keine Installationsschwierigkeiten. Auch das Interface erhält dadurch eine zentrale Steuerung.

Wer hat die Nimiq Coin entwickelt?

Zwei große Namen scheinen in der Liste auf, die sich für die Entwicklung der Nimiq Coin verantwortlich zeichnet. Zum einen wäre da Robin Linus, welcher der Gründer dieser Plattform ist. Bereits zuvor konnte er durch einen Dienst namens Snapdrop mehr als 500.000 Menschen in seine Community holen.

Als zweites gibt es noch Dr. Philipp von Styp-Rekowsky, welcher das gesamte Projekt in allen technischen Belangen koordiniert. Er maturierte in den Bereichen der künstlichen Intelligenz. Zudem stammt aus seiner Feder die bekannte Anwendung AppGuard.

Über die Zeit konnten sie verschiedene Experten auf dem Gebiet der Blockchain für ihr Team gewinnen. Bereits am Tag des Release besaß das Unternehmen ein Marktkapital in Höhe von 8,9 Millionen amerikanischer Dollar.

Wichtige technische Infos, die das Mining der Nimiq Coin betreffen

Die Kryptowährung basiert auf dem Schema PoW und greift dabei auf den Algorithmus SHA256 zurück. Insgesamt wird es maximal 21 Millionen Nimiq Coin geben.

Was das Mining betrifft, so orientieren sich die Entwickler stark an den Spezifikationen der Bitcoin. So gibt es nach einer Minute dieselbe Belohnung, wie auch während dem Mining für Bitcoin. Alle 2016 abgeschürften Blöcke findet eine Halbierung davon statt. Dies betrifft die gesamte Community und nicht nur den eigenen Miningprozess.

Das Retargeting der Schwierigkeit erhält alle zehn Blöcke eine Neudefinierung. Dieser Wert bezieht sich wiederum auf das eigene Mining.

Das große Erfolgskonzept der Nimiq Coin

In puncto Smart Contracts verlassen sich die Entwickler vollständig auf das Konzept, welches bereits von Ethereum vorgegeben worden ist. Schon aus dem Whitepaper der Nimiq Coin lässt sich entnehmen, dass gar keine Entwicklung eines eigenen Smart Contract Systems angedacht ist.

Der Vorteil so einer Nutzung ist, dass keine eigenen Ressourcen dadurch aufgebraucht werden, etwas Neues zu erschaffen, das denselben Vorgang durchgehen würde, wie bereits bestehende Lösungen.

Nimiq basiert auf einem sogenannten Lightning Network. Das hat zur Folge, dass sämtliche Kryptowährungen, die ebenfalls diesem Netzwerk angehören, künftig durch ein Atomic Swapping getauscht werden können.

Mit anderen Worten bedeutet dies, dass keine Exchange-Plattform mehr notwendig sein wird dafür. Dadurch, dass kein Zwischenstopp zur Überprüfung und einem Wechselvorgang erfolgt, erfolgt insgesamt eine schneller Abwicklung von Transaktionen.

Im Fazit – Großes Netzwerk, kaum Einstiegshürden

Die Entwickler der Nimiq haben sich zum Ziel gesetzt, ihren Nutzern sämtliche Einstiegshürden zu nehmen, deren Nennung mit der Blockchain oft in einem Atemzug erfolgt. Gleichzeitig können diese sich stets dem neuesten Stand erfreuen und können sich völlig auf das Mining oder auch Trading konzentrieren, ohne dafür technische Vorkenntnisse besitzen zu müssen.

Mit diesem Schritt versuchen sie allem voran jene Personen anzusprechen, die sich bislang noch von Kryptowährungen distanzieren. Aber auch jene, die sich bereits zu jener Community zählen, erhalten hierbei sehr viel Unterstützung.

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