Veröffentlicht: 04.01.2018

Monero

Was ist Monero?

Der Monero (XMR) ist eine dezentrale digitale Währung, die im April 2014 auf den Markt kam. Dabei handelt es sich nicht um eine simple Kopie von Bitcoin, sondern es wurden einige grundlegende Programmierungen von den Entwicklern vorgenommen, die unter anderem eine vollkommene Anonymität der Transaktionen zur Folge haben.

Dadurch wird die Privatsphäre des Einzelnen besser geschützt als beispielsweise beim Bitcoin. Weiterhin werden die Mining Difficulty und die Blocksize laufend neu angepasst.

Der Begriff „Monero“ kommt aus der Kunstsprache Esperanto und bedeutet „Währung“, aber auch „Münze“.

Monero – Zahlen und Fakten

Der Wert von XMR (Monero) hat ebenso wie viele andere digitale Währungen im Jahr 2017 deutlich zugelegt. Während der Wert der Münze noch Anfang 2017 bei 12 bis 14 Euro lag, stieg er in den folgenden Monaten stark an.

Ende November lag der Kurs bei über 150 Euro. Im Dezember erfolgte noch einmal ein rasanter Aufschwung: Am 21.12.2017 betrug der Wert 390 Euro.

Damit ist der Kurs in knapp 12 Monaten um mehr als das Dreißigfache angestiegen.

Das Marktkapital der Währung beläuft sich auf über 7 Milliarden Euro, sodass diese digitale Münze zu den am höchsten kapitalisierten digitalen Währungen zählt. Das tägliche Handelsvolumen liegt bei 535.740.000 US-Dollar und es befinden sich zur Zeit 15,504,909 XMR im Umlauf.

Im Ranking der mineable Coins bei coinmarketcap.com befindet sich die Währung XMR auf einem respektablen elften Platz.

Eigenschaften des Monero

Der Code der Kryptowährung unterscheidet sich stark von den Codes bei anderen digitalen Währungen. Er basiert auf dem CryptoNote-Protokoll, dessen Algorithmus mit Stealth-Adressen und Ring-Signaturen arbeitet und bei dem die Blocksize nach Bedarf angepasst werden kann, was eine größere Skalierbarkeit nach sich zieht.

Es gibt keine „Rich List“, über die die Größe der Wallets eingesehen werden könnte.

Eine besondere Eigenschaft der Währung ist ihre Anonymität: Transaktionen werden nicht nur verschlüsselt, sondern sie können auch nicht durch eine Blockchain-Analyse nachvollzogen werden. Um diese vollständige Anonymität zu erreichen, werden Ring-Signaturen genutzt, bei denen nicht mehr einsehbar ist, was für Beträge in welcher Höhe ausgegeben worden sind.

Dies macht es so gut wie unmöglich, dass Käufe und Verkäufe eindeutig bestimmten Personen zuzuordnen sind. Bei diesen Transaktionen bleiben also der Sender, der Empfänger und auch die Höhe des Betrages vollkommen anonym.

Es kann auch niemand herausfinden, wie viele Coins der Absender oder Empfänger einer Transaktion besitzt. Optional kann allerdings mit einem View Key, der weitergegeben werden kann, eine Transaktion transparent gemacht werden.

Die Währung ist schneller als der Bitcoin, da Blöcke zurzeit in 2 Minuten erstellt werden, während dies beim Bitcoin bis zu 10 Minuten dauert. Die Mining-Difficulty wird kontinuierlich angepasst.

Das neu generierte digitale Geld, das pro Block erzeugt wird, bezeichnet man als Mining Reward. Dieser Mining Reward fällt bei dem Altcoin XMR kontinuierlich von einem Block zum nächsten.

Da es bei diesem Altcoin keine Obergrenze gibt, wird die Währung ab 2040 den Bitcoin überholen. Es werden bis zum Jahr 2130 35 Millionen erwartet.

Die Ausweitung der Geldmenge erinnert an die herkömmlichen Fiat-Währungen.

Das Mining von Monero XMR kann mit Rechenleistung von einer CPU oder GPU erfolgen. Es gibt derzeit keine spezielle ASIC-Software, was bedeutet, dass jeder, der einen Computer hat und über ausreichende Ressourcen verfügt, XMR abbauen kann.

AMD-Grafikkarten sind sehr gut für das Monero-Mining, aber auch eine Nvidia GPU oder CPU kann dafür verwendet werden.

Monero erwerben

Zunächst muss ein Wallet erstellt werden, welches über mymonero.com schnell und einfach eingerichtet werden kann. Das Online Wallet wird mit einem Private Login Key gesichert, der am besten aufgeschrieben wird und den man auf keinen Fall verlieren sollte.

Es gibt zahlreiche Plattformen, auf denen man den Altcoin schnell und kostengünstig kaufen kann. Es sollte auf die Schnelligkeit und Sicherheit der Transaktionen sowie auf niedrige Handelsgebühren geachtet werden.

Auch ist es von Vorteil, wenn man Plattformen mit einem hohen Handelsvolumen nutzt. Empfehlenswert für einen reibungslosen Ablauf sind, auch wegen der unterschiedlichen Einzahlungsmöglichkeiten, unter anderem Kraken.com, Anycoindirect.eu oder Litebit.eu.

Die Verifizierung der persönlichen Daten ist bei Monero erforderlich und kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Teilweise ist der Grad der Verifizierung abhängig von dem Betrag, den man einsetzen möchte.

So kann beispielsweise bei Anycoindirect.eu der Einsatz von bis zu 100 Euro einfach mit einer Telefonbestätigung erfolgen, die schnell durchgeführt werden kann.

Fazit und Ausblick

Es ist nicht so einfach, eine Prognose für die Entwicklung des Coins abzugeben. Zusammen mit der rasanten Entwicklung des Bitcoins haben auch etliche Altcoins an Wert zugelegt.

Wenn man die Entwicklung der digitalen Münze XMR im Jahr 2017 verfolgt, kann man erkennen, dass zum Teil sehr gute Renditen erzielt werden konnten. Bitcoin hat häufig einen starken Einfluss auf andere digitale Währungen, was natürlich auch Konsequenzen im negativen Fall hat.

Wenn also der Bitcoin fallen sollte, ist es wahrscheinlich, dass auch etliche Altcoins an Wert verlieren.

Das Potential dieser Währung liegt in ihrem schnellen und sicheren Algorithmus sowie in der vollkommenen Anonymität der erfolgten Transaktionen. Der Monero hat im Gegensatz zum Bitcoin keine Obergrenze, sodass Anhänger von Kryptowährungen ohne Limit in diesen Altcoin investieren werden.

Die Münze ist noch nicht sehr verbreitet, jedoch gibt es hervorragende Informationsmöglichkeiten im Internet. Mit zunehmendem Bekanntheitsgrad könnte auch der Kurs noch weiter steigen.

1 Kommentar

  • Avatar Bernhard schreibt:

    Danke für den tollen Beitrag!
    Monero ist genial, wenn man selber mit z.b. Grafikkarten minen möchte. Ich selber mine diese so, wandel alles in Bitcoin um und speise damit einen online Miner. Auf Dauer denke ich, dass man da am meisten dafür bekommt.

    Mit meinen Grafikkaten bin ich bei ca 4000 Hashes, abhängig vom Kurs sind das ca. 150-200Euro im Monat. Jetzt durch die reduzierte Komplexität erreicht man sogar das Doppelte! Damit kann man schon ganz schön was anfangen! Die Karten sind da schnell wieder herinnen … ob man gleich alles auszahlt, oder damit weiter arbeitet, bleibt einem selber überlassen. Es muss jedenfalls nicht immer die teuerste Hardware sein!

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