Veröffentlicht: 14.01.2020

Mining Alternativen

Mining Alternativen

Mining Alternativen – Einführung

Das Schürfen von Kryptowährungen, kurz Mining, hat sich in den vergangenen Jahren als ein lukratives Geschäftsmodell entpuppt. Inzwischen dominieren riesige Mining-Farmen das Business, Einzelminer kämpfen oft vergebens gegen die gigantische Ansammlung von Rechenpower. 66 % der gesamten Bitcoin Hash Rate kommen aktuell aus China. Das „Land der aufgehenden Sonne“ greift dabei auf neueste Technologie und niedrige Stromkosten zurück. Ganze Hochhäuser werden mit Mining-Equipment ausgefüllt. Für deutsche Miner wird das Solo-Mining hingegen immer schwieriger. Doch es gibt vielversprechende Alternativen.

Was ist Mining?

Wer sich mit dem Thema „Mining“ beschäftigen möchte, der sollte sich zunächst mit den Grundlagen auseinandersetzen. Der Begriff „Mining“ bezeichnet das Schürfen von Kryptowährungen. Dabei stellen die Miner Hardwareressourcen bereit und nehmen aktiv am Miningprozess teil. In den vergangenen Jahren wurden dabei unterschiedliche Konsensverfahren und Miningsysteme etabliert. 

Ist Mining noch profitabel?

Die Antwort auf diese Frage hängt von mehreren Faktoren ab. Im Bitcoin Netzwerk sorgt der hohe Schwierigkeitsgrad (Difficulty) und die riesige Konkurrenz dafür, dass einzelne Miner ihren Break-Even immer schwieriger erreichen können. Hohe Strom- und Hardwarekosten setzen den Minern zu. Allerdings gibt es mehrere Alternativen, mit denen man auch heute noch Gewinne im Miningsektor erzielen kann. Die Höhe dieser Gewinnen hängt am Ende weiterhin von dem Kurs der jeweiligen Kryptowährung ab. 

Mining Pools

In sogenannten „Mining Pools“ bündeln die Miner ihre Rechenpower per Software. In der Folge summiert sich die Hash Rate auf ein konkurrenzfähiges Niveau. Mining Pools stellen eine beliebte Alternative zum Solo Mining dar, weil die Einstiegsbarrieren sehr niedrig sind. Der Miner muss seine Rechenleistung dabei lediglich in einen Pool einfließen lassen und partizipiert an den Gewinnen des Pools. Die meisten Mining Pools arbeiten mit einer hochprofessionellen Software, die sich an die geforderten Algorithmen anpasst. Diese Aufgabe entfällt für den Miner.

Cloud Mining

Beim Cloud Mining ist die Eintrittsbarriere noch niedriger als bei den Mining Pools, da User keine eigene Hardware benötigen. Sie können sich das Equipment einfach mieten und die Mininggewinne von daheim verfolgen. Ein weiterer Vorteile betrifft die Stromkosten bei diesem Modell. Große Mining-Unternehmen beziehen durch ausgewählte Standorte niedrige Stromkosten. Durch das Cloud Mining-Modell benötigen User nur wenig Vorkenntnisse und können sich für einen passenden Tarif entscheiden. 

Staking

Wer sich mit Mining Alternativen beschäftigt, stolpert früher oder später über das Thema Staking. Der Begriff Staking benennt einen Prozess, bei dem man ein Netzwerk durch das Einlagern von Coins unterstützt. User lagern ihre Coinbestände auf einer Wallet und erhalten in der Folge eine Rendite, die sich nach der Höhe der Einlagerungen richtet. Im Gegensatz zum Bitcoin-Netzwerk basiert das Staking nicht auf dem Arbeitsnachweis (Proof of Work), sondern auf dem Anteilsnachweis (Proof of Stake). Viele Experten erachten diesen Mechanismus als energieeffizienter, da der riesige Stromverbrauch gedrosselt wird. Ethereum arbeitet seit geraumer Zeit an einem Wechsel von Proof of Work zu Proof of Stake. Dieser soll durch den Launch von „Etherum 2.0.“ erfolgen.  Für die Nutzer entfallen Strom- und Hardwarekosten. Der Proof of Stake-Mechanismus ist umweltfreundlicher und stellt somit eine langfristige Mining Alternative dar.

Trend geht zu Staking

Immer mehr Börse setzen seit dem Jahr 2019 auf sogenannte „Staking-Programme“. Führende Börsen wie Coinbase, Kraken und Binance erweitern ihr Angebot rasant und immer mehr User nutzen diese Option. Folgende Auflistung zeigt das Staking-Angebot der Krypto-Börse Binance:

Das Binance Staking Programm

  • Stellar Inflation Rewards (ungefährer Jahreszins: 2 % – 4 %)
  • Vechain Staking Rewards (ungefährer Jahreszins: 3 % – 5 %) 
  • Algorand Staking Rewards (ungefährer Jahreszins: 12 % – 14 %) 
  • Elrond Staking (ungefährer Jahreszins: 3 % – 4 %) 
  • Ontology Staking Rewards (ungefährer Jahreszins: 3 % – 5 %) 
  • ATOM Staking (ungefährer Jahreszins: 8 % – 10 %) 
  • ONE Staking (ungefährer Jahreszins: 8 % – 10 %) 
  • Stratis Staking Rewards (ungefährer Jahreszins: 1 % – 2 %)
  • NEO Staking (ungefährer Jahreszins: 1 % – 3 %)
  • Fetch.ai Staking (ungefährer Jahreszins: 8 % – 12 %)
  • QTUM Staking Rewards (ungefährer Jahreszins: 6 % – 8 %) 
  • Komodo Staking Rewards (ungefährer Jahreszins: 5 % – 6 %) 
  • TRON Staking Rewards (ungefährer Jahreszins: 1 % – 3 %) 
  • Tezos Rewards (ungefährer Jahreszins: 5 % – 7 %) 

Masternode

Masternode-Betreiber benötigen eine festgelegt Mindesteinlage, um einen solchen zu betreiben. Wer den begehrten Status erreicht hat, kann mit höheren Renditen rechnen. Für einen DASH-Masternode benötigt man beispielsweise eine Einlagerung von mindestens 1000 DASH-Coins. Dies entspricht einem Wert von über 50000 Euro, keine billige Investition. Andere Coins wie Waltonchain versprechen Masternode-Betreibern ebenfalls höher Mining-Rewards.

In diesen Fällen sollte man zunächst die Kosten für das Equipment kalkulieren. Doch es gibt leichter Alternativen, sogenannte Masternode Pools. Bei Anbietern wie Getnode kann man bereits mit einer Eigenanlage von 0,2 BTC oder 1000 Euro an den Masternode-Gewinnen partizipieren und sich so ein passives Einkommen aufbauen. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass das Unternehmen nicht nur einen, sondern mehrere hundert Masternodes betreibt.

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