Veröffentlicht: 09.01.2018

Fiatgeld

Was ist Fiatgeld und was ist der Unterschied zum Warengeld?

Beim Fiatgeld oder auch Fiat Money handelt es sich um ein Objekt, welches über keinen inneren Wert verfügt und dennoch als Tauschmittel verwendet wird. Die Begrifflichkeit „Fiat“ leitet sich dabei aus dem lateinischen „fieri“ ab und bedeutet so viel wie geschehe oder entstehe.

Als Gegenteil von Fiatgeld kann das sogenannte Warengeld aufgeführt werden. Dieses kann exemplarisch an den Beispielen Gold, Silber oder Salz verdeutlicht werden.

Im Unterschied zum Fiatgeld hat das Warengeld einen inneren Wert, welcher aufgrund der Nutzbarkeit besteht und nicht von Regierungen reguliert werden kann. Aktuelle Währungssysteme setzen auf Fiatgeld, welches in der Regel nicht offiziell mit Warengeld unterlegt wird.

Allerdings steht dem Fiatgeld eines Landes auch die Bilanz des Staats gegenüber, welche aus den staatlichen Vermögenswerten und zukünftigen Steuereinnahmen besteht. Einen wichtigen Einfluss auf die Stabilität der Währung hat ein etwaiger Transportüberschuss, denn die Forderungen bedeuten, dass der Staat auch in Zukunft über finanzielle Mittel verfügen wird.

Welche Funktionen muss eine Währung besitzen?

Generell kann Geld nur einen Wert besitzen, wenn es den Nutzern einen Nutzwert bietet. Dabei begründet sich der Nutzen in den drei Geldfunktionen.

Somit muss die Währung eine Tauschmittel-, Sparmittel- und Rechenmittelfunktion aufweisen. Hierbei ist die Tauschmittelfunktion der Währung abhängig von der Akzeptanz des Marktes als Zahlungsmittel.

Die Sparmittelfunktion hingegen ist nur dann gegeben, wenn ein Vertrauen gegenüber der Währung besteht und der Markt auch in Zukunft an einen Einsatz als Tauschmittel glaubt. Die Funktion als Rechenmittel ist stark abhängig von den ersten beiden Faktoren, doch grundlegend sollen Nutzer einen Überblick über den fairen Wert eines Guts erhalten.

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